2016-08 Norwegen

"sommer"urlaub

Oslo – Nisser

Ankunft in Oslo per Color Line.
In Nieselregen gehts Richtung Ulefoss, ein Stück am Telemarkkanal entlang, ein paar Schleusen ansehen. Aus dem Niesel wird richtiger Regen und vor uns auf der Straße steht ein Elch.
Sturzbäche fließen von den Felsen hinab Richtung Straße und weiter in reißende Flüsse.

Es ist einfach nur nass.

 

Nisser – Lindesnes

Der Tag beginnt mit 2 Stunden Sonne und steigert sich dann rapide in der Anzahl der Wolken. Vom Nisser zu den Jettegrytene, den Gletschertöpfen der Telemark. Im Sommer sicher der Traum, baden und rutschen in Naturfelsen. In diesem Sommer einfach nur…
Alle Wege entlang des Flusses stehen unter Wasser.

Auf dem Rückweg zum Auto beginnt wieder der Nieselregen. Während der ganzen Fahrt an das Südkap nach Lindesnes ist es nicht wirklich trockener. Stürmischer Wind kommt noch dazu. Der Campingplatz in Lindesnes hat gerade noch eine Miniaturhütte für uns.

 
 

Lindesnes – Stavanger

Ein wild-romatisches Fleckchen Erde.
Lindesnes Fyr, der Leuchtturm am Ende der Welt. Endlos zieht sich die Straße am Ufer entlang durch die Felsen. Wir steigen die Treppen zum Turm hinauf, Wind pfeift uns um die Ohren, Wellen schlagen ans Ufer.
Unnötig zu erwähnen, dass kurz nach unserem Besuch der Regen wieder einsetzt.

Wir folgen der Küstenstraße nach Stavanger, wo endlich einmal blauer Himmel zu sehen ist. Wie wohltuend.

Stavanger besticht durch die Größe der Schiffe im Verhältnis zum Rest der Stadt. Unzählige Restaurants und Cafés, nette Geschäfte und ein Erdölmuseum, das noch auf unseren Besuch wartet.
Viele, viele Schiffe.




 

Stavanger – Lofthus

Nördlich von Stavanger fahren wir mit der Fähre über den Boknafjord. Die Waffel- und Kaffeepause an Bord halten wir in der Sonne an Deck. Weiter Richtung Hardangerfjord kommen wir an den Langfoss und den Låtefoss, zwei wunderschönen Wasserfällen. Diesmal nieselt es eher von der Seite.

In Lofthus finden wir eine Hütte mit Sørfjordblick. Hoch über dem Fjord kann man dort unter Apfel- und Kirschbäumen auch zelten. Auch diese Hütte beziehen wir bei Regen.

 

Lofthus – Grimevatnet

Von Lofthus gehts am Hardangerfjord entlang zum Vøringfossen. Das ist Abenteuer pur, kurzwandern am Abgrund. Der Wasserfall ist wegen tief hängender Wolken allerdings kaum sichtbar.
Die offiziellen und ausgeschilderten Trampelpfade an den Abgrund aber sind genial. Oben beim Fossli Hotel entscheiden sich die Wolken dann endgültig fürs Regnen.

Den Rest des Tages zum Grimevatnet nahe Bergen gefahren. Auf dem dortigen Campingplatz bei strömendem Regen eine Reihen-Hütte bezogen.



 

Bergen

Die Schöne.

Die Sonne lässt sich blicken, die Fische auf dem Fischmarkt verlocken zum reichhaltigen Mittagsmahl, eingenommen unter großen Regen-/Sonnenschirmen. Den kurzen Gewitterschauer halten sie zuverlässig ab.

Die Bryggen sind schief und krumm und dadurch wirklich liebenswert originell. Auf feuchten Holzplanken laufen wir zwischen den Häusern hindurch und freuen uns auf jeden Blick um die nächste Ecke. Kruschtläden gibt es auch hier, aber auch Kunst. Der fortgeschrittenen Jahreszeit verdanken wir Lauffreiheit.

Durch kleine und größere Gassen, an der alten Korskirke vorbei, kommen wir zur Fløybana. Wat mutt, dat mutt halt, und so fahren wir auf den Aussichtsberg und frieren.
Aber der Blick ist umwerfend.

 
 

Grimevatnet – Olden

Unter, über und neben den Fjorden nach Olden.
Selten soviel Wasser, Seen und Fjorde, bei Sonnenschein gesehen.

In Olden sind wir die einzigen Hüttengäste auf dem Platz und der Hausherr hat erst abends nach dem Fischfang Zeit für unser Geld.

Nebelmorgen & Briksdalsbreen

Im Halbschlaf am frühen Morgen ein Nebelhorn registriert, aber als unmöglich abgehakt. Naja, Luxuskreuzfahrtschiffe können das auch.
Und so eines liegt in Sichtweite.

Um halb 9 Uhr bei 6 Grad los in den Nebel, Richtung Briksdalsbreen, zum Gletscher mit dem Trollzug. Für die Faulen. Und die Luxuskreuzfahrer.





Hellesylt

Nachmittags ein Ausflug Richtung Hellesylt, in die Täler mit Seen, Wasserfällen und Moosen an jeder Ecke. Schön dort.
Die Sonne zieht sich allerdings wieder hinter den Hochnebel zurück.
Die teuerste Tankstelle finden wir in Hellesylt. Leider dringendst benötigt. Sonst wären wir wohl dort liegen geblieben.



Olden – Otta

Mammutstrecke. Von Olden über Stryn zum Dalsibba, dem Aussichtsberg über dem Geirangerfjord. Oben ist es eiskalt und windig, unten einfach nur kalt. Das Wetter spielt mal wieder nicht mit.

Nach dem Blick auf den Fjord hinunter gefahren, den Adlerweg wieder hoch, über den nächsten Fjord zum Trollstigen. Von dort aus durch das ziemlich Geschwindigkeits-kontrollierte Raumatal nach Otta.


 
 

Ridderspranget & Gjendesee & Mysusæter

Ausflug zum Ridderspranget, wo angeblich mal einer über die Schlucht gesprungen ist. Mit der Braut des anderen Ritters…

Noch kurz zum Gjendesee und abends noch hinauf nach Mysusæter, die Rondane in den Wolken bewundern. Unten im Tal ist endlich die Sonne durchgekommen, oben ist wieder Schluss damit.
Diesen Teil Norwegens mag ich besonders, die Landschaft, das viele Wasser, die Felsen und Schluchten.

 

Otta – Lærdal

Von Otta aus Richtung Lom, die Stabkirche besichtigt, den Ort habe ich nicht wirklich wiedererkannt, es ist 20 Jahre her dass ich mal hier war.
Dann hinauf aufs Sognefjell.
Eiskalt, stürmisch und nebelig, auch im Hochsommer immer noch hohe Schneewände. Diese Straße ist mehr als eindrucksvoll. Bergab geht es durch die Wolken und langsam steigen die Temperaturen.
Am Nigardsbreen vorbei geschaut und weiter nach Lærdal, dort die perfekte Hütte gefunden.

 

Flåm

In Flåm eine Fahrt mit der Flåmsbana hinauf nach Myrdal, vorbei am Kjosfossen, dem Wasserfall an dem die „Huldra“ zu Musik aus der Konserve tanzt. Der Fotostopp ist im Fahrplan enthalten.
Oben in Myrdal ist es erwarteterweise wieder eiskalt und wir fahren ein paar Minuten später wieder zurück. Ebenfalls im Ticket schon so enthalten.


Nach einer Futterpause in der Sonne am Fjord über das Aurlandsfjell zurück nach Lærdal.

Die steile Strecke hoch beunruhigt den Sohn, der Ausblick auf den Fjord an einem modernen Aussichtspunkt ist gigantisch aber nichts für Höhenängstliche.
Die Schlaglöcher auf dem Weg vom Fjell hinunter beunruhigen dann die Mutter.


 

Lærdal – Tinnsjø

Durch den Tunnel und anschließend im Bogen um die Hardangervidda. Mit kurzem Abstecher hinauf, der Sentimentalität wegen.
Bei wunderschönem Wetter wunderbare Landschaft genießen. Das ist Norwegen.

Manchmal.

Am Tinnsjø eine gemütliche Hütte auf einem Campingplatz entdeckt und bezogen. Am Wasser die Sonne genossen.

 
 

Tinnsjø – Rjukan – Oslo

Wieder einmal der Sentimentalität wegen nach Rjukan. Inzwischen durch drei große Spiegel belichtet, wird der Marktplatz jetzt neu gepflastert. Nächste Saison ist dann alles schön.

Zum Gausta hoch und per Standseilbahn auf die Bergstation. Oben haben wir mit Waffel und Kaffee die Eroberung des Gipfels gefeiert.
Ok, damals zu Fuß war es wirklich eine Eroberung.

Dann nach Oslo zurückgefahren und die Hütte auf dem Bogstad-Campingplatz bezogen.

 
 

Oslo

Und nach vielen Tagen in der Natur zum Schluss zwei ganze Tage in meiner Lieblingsstadt.