Comer See August 2016

Domaso

Pünktlich um halb 8 Uhr werden selbst Tiefschlafende geweckt. 200 m Luftlinie zur Kirche lassen grüßen.
Dann folgt der ruhigste Teil des Tages. Windstille, Dunst zwischen den Bergen, spiegelglattes Wasser. Schon zwei Stunden später das erste Lüftchen und der Rasenmäher auf dem Campingplatz.
Im See einzelne Schwimmer und kleine Tierchen, die blitzartig im Sand oder unter Steinen verschwinden. Wenn der Wind beginnt, zieht es die Wassersportler hinaus.

Domaso besteht aus einem alten, sehr alten Ortsteil mit vielen schmalen, von beiden Seiten mit hohen Mauern eingefassten Gässchen, die um die einzelnen Häuschen und Gärten herumführen. Steil hinauf am Hang unzählige Treppen. Die Häuser zum großen Teil verkommen bis baufällig. Entlang den Mauern Eidechsen, Hühner, die uns zärtlich anglucksen und zumindest ein Hahn, derjenige, der schon sehr früh die Sonne geweckt hat. Folgt man den Treppen nach oben, kommt man zu prächtigen Villen, manche mit Gemüse- oder Obstgarten.


Der zweite Ortsteil besteht aus Läden, Eiscafes und Parkplätzen, die offensichtlich für kleine Fiats geplant wurden. Campingplätze reihen sich aneinander, auf den Gehwegen fühlt man sich nicht so wirklich sicher, die Autos kommen einem an der Durchgangsstraße schon sehr nah.

Schöner die Strandpromenade, die mit schmalen Wiesenstreifen und hohen Bäumen das Ufer begleitet. Wer hier eine Wiese besitzt, wird mit Standplätzen für Boote und Surfbretter wohl reich.


 

Bellano

Der Orrido in Bellano ist eine Schlucht, in die selten ein Sonnenstrahl gelangt.
Wenn es für ein paar Minuten doch hell wird, ist der Augenblick fast magisch.
Im Licht sieht man den Nebel herumwirbeln. Düstere Felsen und gleißend helles Wasser. Ein kurzes aber imposantes Vergnügen.

 

Anschließend die Steintreppen zum Friedhof hochgestiegen.
Der wirkt total gemütlich mit einer wunderbaren Aussicht zum See hinunter. Ich habe noch nie so einen steilen Friedhof gesehen. Riesige alte Bäume säumen die Grabplatten und Treppen. Eine echte Schönheit.

Bellanos Zentrum besteht aus ein paar engen dunklen Gässchen in zweiter Reihe mit gemütlichen, dunklen Restaurants und der Promenade mit Hafenbecken, Flohmarkt und unfreiwilligem Entenangler.
Ein netter Ort, durch den leider der Verkehr mitten hindurchfährt.


Dongo

Der Ort am tiefschwarzen, riesigen Schlund. Ok, zuviel Pratchett gelesen. Die Straße verschwindet gleich am Ortsausgang im dunklen Tunnel.
Sonst: Ein Anleger, ein paar Palmen, zwei, drei Plätze, einzelne enge Gassen, ein paar Bögen von Haus zu Haus. So langweilig.
Den modernen Teil des Ortes kennen wir nur vom Durchfahren.


Cernobbio

Der Ort mit der einspurigen, beampelten Durchfahrtsstraße.
Schöne Hafenpromenade, auf den Bänken unter den Bäumen Einheimische, nur wenige Touristen, allgemein ist nur wenig los. Liegt wohl an der Mittagshitze von über 30 Grad.

Ein kleines Karree bildet den Kern, drum herum moderne Häuser. Angenehm: Dieser Ort besitzt unkomplizierte Parkmöglichkeiten.

Bei längerem Spazierengehen ist hier sicher noch einiges zu entdecken.


 

Como

Kurz vor halb 11 fährt das Schiff nach Como. Vor uns Mutter mit 3-jährigem Sohn, sie tumb und laut, er vorlaut. Vater hat sich ins andere Stockwerk verzogen. Nach der Hälfte der Fahrt ist es endlich ruhig vor uns.
In Como durch die Innenstadt gelaufen, eine nette Essgelegenheit gefunden, anschließend das Nachtischeis auf dem Weg zur Funiculare.
Hinauf auf den Berg und oben eine kleine Runde gelaufen. Leicht kühler, große Villen in noch größeren Gärten mit riesigen Bäumen. Ab und an eine schöne Aussicht auf den See.

Wieder runter und nach einer lauten Portion Pommes wieder zum Schiff. Laut deshalb, weil eine Teenieklasse die neusten Italodiscokracher mitgegrölt hat, während des Domes Glocken in 100m Entfernung dröhnten.

 

 

Bellagio

Wunderbar, dieser Ort hat den gleichen Charme wie Malcesine.
Die vielen Treppen und Durchgänge. Durch jede Salita scheint die Abendsonne.
Stoffläden, uralt anmutende Lebensmittelläden, Kitsch und Kunst und Mode.
Viele kleine Gassen, viele Tische und Stühle. Sehr angenehm.


 
 

Lugano

Ausflug an einen anderen See.
An einen dieser Orte, von denen meine Oma schon geschwärmt hat.
Einige neue Häuser entdeckt und viele altbekannte wieder bewundert, versucht, unter allen Arkaden einmal entlang zu laufen.

Lugano ist und bleibt wunderschön.


 

Colico

Mit dem Auto zu einem Kurztrip nach Colico.
Die Fähre für dieses kurze Stück wäre wegen zu schlechter Rückverbindungen gescheitert. Falsches Seeende.
Nette Promenade mit Flohmarkt und Polizeiüberwachung.
Ein nicht ganz so gutes Eis gegessen und zum Einkaufen weitergefahren.

 

Lecco

Tunnelfahrt nach Lecco. Sehen tut man nicht viel, aber die Zeitersparnis spricht für die Autostraße. In Lecco gefrühstückt und einmal die Runde um die Innenstadt gelaufen.

Das anschließende Suchen nach dem Bennet, beziehungsweise die Suche nach der Einbahnstraße in die richtige Richtung zum Parkplatz des Einkaufszentrums, gestaltete sich etwas schwierig.